Nepal
 
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Nepal - Reisebericht

Version 1.04 vom 18.3.2013

Freitag, 19.10.2012

Endlich ist es soweit. Mein Lebenstraum geht in Erfüllung. Fehlende Ausrüstungsgegenstände wurden ergänzt und die Packliste aktualisiert. Jetzt heißt es nur noch Packen. Laut Internet Seite der Fluggesellschaft Etihad Airlines beträgt die Freigepäckgrenze 23kg (Summe aller Gepäckstücke). Die Begrenzung auf nur ein Gepäckstück gibt es zum Glück nicht. Meine Trekkingtasche vom DAV Summit Club kommt auf ca. 12kg (der Träger übernimmt maximal 13kg). Damit kann ich mir auch den Luxus erlauben für das restliche Gepäck einen stabilen Trolly zu nehmen, der während der Trekking Tour im Hotel verbleibt. Ich folge der Empfehlung die Bergschuhe in das Boardgepäck (Tagesrucksack) zu packen. Sollte das Hauptgepäck nicht in Kathmandu ankommen, lassen sich Schlafsack und Kleidung notfalls ergänzen, bei Bergschuhen ist das etwas schwieriger.



Über das Internet checke ich meinen Flug ein, muss also am Flughafen nur noch mein Gepäck aufgeben. Im Reisepreis enthalten ist ein Bahnticket für die Anreise zum Flughafen. Von Aschaffenburg fährt stündlich ein ICE zum Flughafen und sicherheitshalber nehme ich den Zug um 18:36 Uhr. Der Abflug verzögert sich etwas, doch kurz vor dem Nachtflugverbot um 23 Uhr hebt die Maschine ab.

Samstag, 20.10.2012

Pünktlich in Abu Dhabi angekommen (es gibt keine Direktflüge nach Kathmandu mehr) bleibt genügend Zeit an einem kostenlosen Internet Terminal eine erste Nachricht auf meiner Homepage zu hinterlassen. Die Überraschung dann beim Weiterflug nach Kathmandu: Mitten im Startvorgang bricht der Pilot den Start ab und kehrt auf eine Vorfeldposition zurück. Ein Triebwerk hat Probleme gemeldet und muss repariert werden. Das verzögert den Weiterflug um fünf Stunden. Die kostenlose Mahlzeit und ein Getränk stellen nur einen kleinen Trost dar, aber Sicherheit geht nun einmal vor.

Bedingt durch die fünfstündige Verspätung kommen wir im Dunkeln in Kathmandu an. Für Nepal braucht man ein Visum, das man entweder vorab in einem Konsulat in Deutschland erhält oder vor Ort am Flughafen ausstellen lässt. Zeitlich und preislich macht es keinen Unterschied. Zusätzlich zum Visum muss vor der Immigration Kontrolle noch ein entsprechendes Formular ausgefüllt werden - und wenn man Kathmandu wieder verlässt noch einmal.

Vor dem Flughafen herrscht hektisches Treiben und viele Träger reißen einem das Gepäck aus der Hand. Natürlich sind die Träger auf ein Trinkgeld aus und die Forderungen sind reichlich unverschämt. Mein Träger wollte 5 Euro! Die Träger wissen, dass die meisten Touristen noch kein Geld gewechselt haben und der kleinste Schein 5 Euro ist. Ich hatte allerdings vorgesorgt und mehrere Dollars mitgenommen. Ein Dollar als Trinkgeld ist auch mehr als ausreichend.

Auf schlechten Straßen bringt uns der Kleinbus dann in das Godavari Village Ressort, eine herrlich gelegene Hotelanlage außerhalb von Kathmandu. Beim Gepäck ausladen wird natürlich auch wieder ein Trinkgeld erwartet.

 

Trotz der späten Stunde werden wir noch mit einem Büffet verwöhnt, das nicht nur optisch sehr ansprechend angerichtet ist, sondern auch geschmacklich mundet. Dazu gönnen wir uns ein Everest Bier (650ml Flasche).



 

Sonntag, 21.10.2012

Heute steht eine ganztägige Stadtbesichtigung in Kathmandu an. Mit einem kleinen Bus geht es über teilweise sehr schlechte Straßen in Richtung Innenstadt. Das Hupen der Autos und Motorräder ist unser ständiger Begleiter. An einem Tag kann man diese intensiven Eindrücke und Kontraste überhaupt nicht verarbeiten. Es ist noch sehr warm (Tagestemperaturen von ca. 26 Grad) und damit spielt sich das Leben auf der Straße ab. Ganz Kathmandu scheint nur aus Händlern zu bestehen, die ihre Waren auf der Straße und in teilweise winzigen Geschäften anbieten.

Einige Eindrücke von dieser lebendigen Stadt:

 

 

Menschen:

 

 

In der 2qm großen Wechselstube tausche ich 250 Euro in 27.000 Rupien um, nur 500er (Kurs 108). Die Kurse in den Wechselstuben sind fast überall identisch. Im Hotel selbst ist der Kurs etwas schlechter, aber akzeptabel. Die Mittagspause verbringen wir in einem kleinen Restaurant mit direktem Blick auf die große Stupa (Höhe ca. 36m) von Bodnath, seit vielen Jahrhunderten eines der bedeutendsten Ziele buddhistischer Pilger. Info am Rande: für die Besichtigung der Stupa zahlen Einheimische 40 Rupien, Ausländer 150 Rupien (ca. 1,40€).

Nach dem Essen besichtigen wir eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus: Pashupatinath. Die Tempelanlage liegt am Bagmati Fluss mit den Verbrennungsstätten. Beißender Rauch liegt in der Luft, da an diesem Tag schon einige Verbrennungen stattgefunden haben. Auch jetzt wird eine Verbrennung vorbereitet. In dem rituellen Akt werden der Leiche am Fluss die Füße gewaschen, bevor diese dann auf dem vorbereiteten Scheiterhaufen verbrannt wird. Verbrennungen sind auch im Buddhismus üblich.




Montag, 22.10.2012

Heute heißt es früh aufstehen, denn wir müssen zum Flughafen für den Inlandsflug nach Lukla. Wir treffen uns um 6 Uhr in der Hotel Lobby. Das für die Trekking Tour nicht benötigte Gepäck können wir im Hotel lassen. Es wird im Greenwich Village Hotel auf uns warten. Das Trekking Gepäck wird in den Bus verladen und um 6:08 Uhr starten wir. Bereits um 6:32 sind wir am Flughafen. Auch hier werden wir sofort von einer Heerschar von Trägern umringt, die das Gepäck immerhin 100 Meter weit transportieren und ein Trinkgeld einfordern. 100 Rupien werden abgelehnt, der Träger erwartet harte Währung. Ich gebe ihm einen Dollar, der ihm auch zu wenig ist. Auf dem Rückflug werde ich mein Gepäck selbst tragen!



Um 7:45 Uhr startet die kleine Propeller Maschine vom Typ Dornier 228 (15 Sitzplätze) bei besten Wetterbedingungen in Richtung Lukla, wo wir gegen 8:10 Uhr landen. Der Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla gilt als der gefährlichste Flughafen der Welt, nur erfahrene Piloten und kleine Flugzeuge (Typ STOL=Short Take-Off and Landing) dürfen diesen anfliegen. Die 457 Meter lange Landebahn mit 12 Prozent Steigung fällt auf einer Seite steil in das Tal ab und wird auf der anderen Seite von einer Felswand begrenzt. Der Pilot hat also nur eine Chance. Durchstarten geht nicht.

Nachdem die Träger unser Gepäck aufgenommen haben, laufen wir um die Startbahn herum nach Lukla. Den Start zweier Flugzeuge halte ich auf Video fest. Einfach eindrucksvoll wie die Propeller Maschinen mit Vollgas starten, nach wenigen Metern vorne abkippen (12% Gefälle) und kurz vor dem Ende der Startbahn abheben.

In der South Col Lodge trinken wir Tee, das Getränk, das uns in die nächsten 13 Tage von früh bis spät begleiten wird.

Der erste Trekking Tag führt uns von Lukla erst einmal bergab bis zum "Milchfluss" Dudh Koshi und weiter über Phakding (Mittagessen in der Namaste Lodge) nach Monjo, in manchen Karten auch unter Manjo oder Monju zu finden. Während der gesamten Tour fällt mir die unterschiedliche Schreibweise und auch Aussprache immer wieder auf. Selbst Berggipfel, die mir unser Guide Buchstabe für Buchstabe diktiert, finde ich im Kartenmaterial nur unter ähnlichem Namen und abweichendenden Höhenangaben! Die Zimmer (meistens Zweibettzimmer) sind einfach (Pritsche mit einfacher Matratze), aber sauber. Der Gastraum ist allerdings kalt. Diese Kälte werden wir in den nächsten Tagen jeden Abend zu spüren bekommen. Erst wenn zwischen 17 und 18 Uhr der Ofen mit Yak Dung befeuert wird, kann man für ein oder zwei Stunden auf die Jacke verzichten.

Unser nepalesischer Guide Pasang (32 Jahre alt, verheiratet, Sohn mit 6 Jahren) spricht deutsch (das schreibt der DAV Summit Club vor) und wird in den 13 Trekkingtagen immer wieder sein Organisationstalent unter Beweis stellen. Er sorgt nicht nur für das richtige Gehtempo, sondern weist in der Lodge die Räume zu, sorgt für Getränke, trägt das Essen auf, übernimmt das Kassieren und erklärt uns immer wieder sehr geduldig die traumhaften Berge mit den Namen, die wir uns einfach nicht merken können. Unterstützt wird Pasang von einem zweiten, jungen Guide mit dem Namen Rajendra (20 Jahre), der allerdings nur ein paar Worte Englisch spricht. Rajendra geht immer als letzter der Gruppe, damit kein Teilnehmer verloren geht. Gelegentlich darf er auch ein Stück die Gruppe führen.


Unsere Guides: Rajendra links, Pasang rechts

Zum Abendessen gibt es als Vorspeise eine Gemüsesuppe, als Hauptspeise Spaghetti mit Tomatensoße und als Nachspeise Bananen Pudding mit Apfelstückchen. Nachschlag für die Hauptspeise wird jeden Abend angeboten. Das Essen ist schmackhaft und reichlich. Bis auf den vorletzten Abend halte ich mich an die Empfehlung: kein Fleisch (Gefahr, dass das Fleisch nicht durchgebraten ist), kein Salat, kein ungekochtes Gemüse und kein Eis. Auch die Zähne putze ich immer mit Mineralwasser. Eine Durchfallerkrankung kann einem die ganze Tour vermiesen, also gehe ich auf Nummer sicher.

Der Zufall will es, dass ich noch im Einzelzimmer untergebracht werde: drei Ehepaare und drei Einzelreisende, von denen zwei den Aufpreis für Einzelzimmer bezahlt haben. Da der zehnte Teilnehmer kurzfristig abgesagt hat, komme ich in die glückliche Lage in den Hotels und den ersten vier Lodge Übernachtungen auch ein Einzelzimmer zu bekommen.


Typischer Schlafraum einer Lodge

Mit leichten Kopfschmerzen verkrieche ich mich in den neuen Daunenschlafsack, den ich mir extra für diese Tour geleistet habe. Er ist bequem und sehr warm. Um einer möglichen Höhenkrankheit vorzubeugen muss man sehr viel trinken. Das hat natürlich den Nachteil, dass die Flüssigkeit nachts wieder raus will. Also um 2 Uhr raus aus dem Schlafsack und mit der Stirnlampe zur Toilette. Kalt ist es ...

Dienstag, 23.10.2012

Wir gehen immer sehr früh ins Bett (meistens zwischen 20 Uhr und 20:30 Uhr) und die Nacht ist mir einfach zu lang. Sieben bis acht Stunden Schlaf sind mehr als genug und meistens bin ich den frühen Morgenstunden schon wach und ausgeschlafen. Um 6:30 Uhr halte ich es im Schlafsack nicht mehr aus. Die Kopfschmerzen sind zum Glück verschwunden. Das Thermometer zeigt im Schlafraum 7 Grad an. Also schnell anziehen und auf ins Bad:


Luxus Bad im Freien

Um 7:30 Uhr gibt es Frühstück: Schwarzer Tee, Kaffee, verdünnte Yak Milch, Müsli, Toastbrot mit Rührei und Marmelade. Das Frühstück wird sich in den folgenden Trekkingtagen nur unwesentlich unterscheiden. Das Rührei wird durch ein gekochtes Ei, ein Eieromelett oder ein Spiegelei ersetzt und an Stelle von Müsli gibt es Cornflakes (manchmal auch beides). Und weiter oben weicht der Kaffee heißem Wasser und Instant Kaffeepulver.

Kaum haben wir Monjo verlassen, betreten wir den Sagarmatha National Park (Weltnaturerbe). Um die Eintrittskarten kümmert sich unser Guide während wir die wärmenden Sonnenstrahlen genießen und den beiden Schulkindern bei den Hausaufgaben im Freien zusehen. In einem Raum schauen wir uns an einem Reliefmodell des Everest Gebietes die Ziele der nächsten Tage an.

Wir überqueren einige Hängebrücken, die einen sehr soliden Eindruck hinterlassen. Trotzdem ist das Wippen und Schwanken nicht jedermanns Sache. Vor der berühmtesten Brücke - der Hillary Bridge - entsteht bei einer kurzen Pause am Milchfluss Dudh Koshi ein Gruppenbild:


von links: Rajendra, Susanne, Pasang, Uli, Frank, Ralf, Andreas, Uwe, Gabi, Gisela, Susanne


Hillary Bridge

Weiter geht es in Richtung Namche Bazar und dann sieht man ihn das erste Mal, den Mount Everest mit der für den Everest typischen Schneefahne:


Mount Everest links von der Bildmitte und der Lhotse rechts

Nach einer Pause geht es weiter stetig bergan und kurz nach 12 Uhr erreichen wir unser heutiges Ziel, das Hotel Namche im Hauptort des Solu-Khumbu Tales: Namche Bazar auf 3.440 Meter gelegen:



In Namche Bazar legen wir einen Ruhetag ein, bleiben also zwei Nächte in dem Hotel. Die Zimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet und ich nutze das heiße Wasser nicht nur zum Duschen, sondern auch um die ersten verschwitzten Kleidungsstücke zu waschen.

Ich kaufe die ersten sechs Postkarten. In Kathmandu hat man uns noch gesagt, dass das Porto nach Deutschland 30 Rupien beträgt, in Namche Bazar besteht man auf 50 Rupien (andere Teilnehmer berichten sogar von 60 Rupien). Die Postkarten sind mit 15 Rupien (also ca. 15 Cent) sehr günstig.

Nach dem Abendessen besuchen wir den Irish Pub. Es ist wenig los, der Raum recht kalt und die Musik sehr wechselhaft. Aber ein erstes Bier haben wir uns verdient:


Uwe, Gabi und Uli

Mittwoch, 24.10.2012

Den Rasttag in Namche Bazar nutzen wir für einen Ausflug zum Everest View Hotel auf 3.880m. Bereits oberhalb von Namche Bazar gibt es einen traumhaften Aussichtspunkt (Everest View Point). Neben Everest, Lhotse und Nuptse taucht weiter östlich einer der schönsten Berge der Welt auf, die Ama Dablam. Der Blick auf diese eindrucksvolle Bergwelt wird uns ab sofort auf Schritt und Tritt begleiten. Was für ein Genuss! Die Top Wetterbedingungen - jeden Morgen strahlend blauer Himmel - steigern die Vorfreude auf die eigentlichen Ziele: Everest Base Camp und Kala Patthar.

Wir sitzen auf der Terasse des Everest View Hotels in der Sonne, trinken Hot Lemon und vor allem die Ama Dablam zieht unsere Blicke immer wieder auf sich:



Zurück im Namche Hotel essen wir zu Mittag. Heute bestelle ich mir ein typisches Sherpa Gericht: Dal (Linsen) Bhat (Reis) mit Curry und Gemüse (460 Rupien) und zur Abwechslung einmal eine Cola (275). Quellbewölkung zieht auf und ab 15 Uhr fängt es sogar leicht an zu regnen. Es sollte der einzige Regen in den 2,5 Wochen bleiben. Wir verabreden uns trotzdem um 15:30 Uhr für einen kleinen Ausflug zum Sherpa Museum. In einem alten Haus werden in zwei Räumen typische Einrichtungen eines Sherpa Hauses gezeigt:



Im Haupthaus befindet sich eine umfangreiche Dokumentation zur Everst Besteigung und eine Fotoausstellung zur Sherpa Kultur, Tradition und Lebensgewohnheiten. Wir gehen wieder zurück ins Hotel und ich gönne mir eine heiße Dusche. Anschließend nehme ich in einem Internetcafe Kontakt mit der Heimat auf: Newsletter auf meiner Homepage aktualisieren und die ersten Bilder auf Facebook zeigen. Die Preise für den Internet Zugang sind akzeptabel (pro Minute 10 Rupien, halbe Stunde 250, eine Stunde 500).

Der Besuch der deutschen Bäckerei (German Bakery Hermann Helmers) gehört zum Pflichtprogramm in Namche Bazar. Der Zitronenkäsekuchen (350) und der Cappucino (250) sind ein Genuss.

Zum Abendessen gönne ich mir ein Bier, der Rest bleibt bei Tee. Wir fragen unseren Guide wie es mit der Verpflegung der Guides und der Träger aussieht. Die beiden Guides bekommen Unterkunft und Essen über die Agentur bezahlt, die Träger müssen alles selbst bezahlen. Für die Träger hat Susanne zwei Packungen Mars besorgt und wir legen fest, dass wir den Trägern in Lobuche und Gorak Shep zum Essen einladen. Um allgemeine Ausgaben für Guides und Träger nicht immer einsammeln zu müssen, zahlt jeder Teilnehmer 500 Rupien in eine von Susanne verwaltete Gemeinschaftskasse sein. Bei Bedarf werden wir diese wieder auffüllen.

Donnerstag, 25.10.2012

Wie von Pasang versprochen haben sich die Wolken verzogen und es ist wieder klar. Wir frühstücken um 7:45 Uhr. Meine Postkarten gebe ich im Hotel ab, da das Postamt in dieser Woche wegen Feierlichkeiten geschlossen hat. Werden die Postkarten jemals ankommen? Zwei der sechs Postkarten sind am 28. November angekommen. Und der Rest? Es bleibt abzuwarten! Am 9. Januar 2013 fehlen immer noch 9 der 11 Karten!

Auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel Khumjung machen wir Rast an der Ama Dablam Lodge in Kyangjuma. Ein traumhafter Platz mit herrlichem Blick auf Ama Dablam (Amai Dablang), Lhotse Shar, Taboche, Kangtaiga (Kantega) und Thamseru (Tamsergu). Nach der Rast geht es in das grüne Tal gesäumt von langen Reihen aus Manisteinen. Die Hidden Village Lodge liegt auf 3.780m und im Nebengebäude beziehe ich mein Zimmer. Ein Mini-Waschbecken steht auf dem Flur zur Verfügung.

Hinter dem Haus führt uns Pasang die mobile Überdruckkammer (PAC=Portable Altitude Chamber) vor, die von Trägern mitgeschleppt wird und im Notfall Leben retten kann. Steigt man zu schnell in große Höhen, kann dies zur Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness) führen. Ein Überdrucksack ist eine aufblasbare luftdichte Hülle, die groß genug ist, um eine liegende Person aufzunehmen. Dazu wird der Patient komplett in den Sack gelegt und dieser dann verschlossen. Durch Aufblasen des Sacks mit einer Fußpumpe wird der Innendruck erhöht, was physiologisch einem Absteigen des Patienten auf eine tiefere Höhenlage entspricht.



Nach dem Mittagessen besichtigen wir in Khunde das Hillary Hospital. Sir Edmund Hillary (der Erstbesteiger des Mount Everest) hat sich sehr für das Wohlergehen der Sherpas eingesetzt und Spendengelder für die Errichtung des Krankenhauses gesammelt. Die Einrichtung ist einfach und sicherlich nicht mit westlichem Standard zu vergleichen. Inzwischen wird das Krankenhaus hauptsächlich mit Spenden aus Kanada finanziert und von kanadischen Ärzten geleitet.

Anschließend besichtigen wir in Khumjung einen buddhistischen Tempel, Gompa genannt. Hier wird auch der Yeti Skalp aufbewahrt, der sich in einem verschlossen Behälter befindet. Gegen eine kleine Spende kann man einen Blick auf den Skalp werfen:



Untersuchungen in Paris haben ergeben, dass es sich hierbei um ein 200 Jahre altes Fellstück einer Bergziege handelt. Ein nepalesischer Yeti-Anhänger kommentierte das Untersuchungsergebnis aber wie folgt: In Nepal haben wir weder Kängurus noch Giraffen, also glauben wir nicht an sie. In Paris haben sie keine Yetis, also glauben sie nicht an sie. Ich akzeptiere ihre Ignoranz.

Zurück in der Lodge surfe ich 20 Minuten im Internet (15 Rupien pro Minute) bevor es um 18 Uhr Abendessen gibt, das mit Popcorn eingeleitet wird. Champignoncremesuppe, Momos (Teigtaschen) mit Kartoffeltalern und Blumenkohl, als Nachspeise Apfelstückchen. Bisher haben wir die Einheimischen immer sehr freundlich erlebt, aber die Betreiber dieser Lodge sind unfreundlich und um 20 Uhr werden wir mehr oder weniger hinaus geworfen. Vielleicht liegt es daran, dass außer uns nur noch drei Gäste übernachten und der Umsatz entsprechend gering ist.

Freitag, 26.10.2012

Um 6:15 Uhr hat es 5,3 Grad im Zimmer und die wohlige Wärme im Schlafsack tut gut. Das Frühstück um 7:15 Uhr beginnt mit Müsli. Tibetisches Brot mit Omelette und sehr schmackhafter Honig, dazu heißer Tee und Kaffee - der Körper kommt langsam wieder in Schwung. In der Nacht sind die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gesunken. Gut eingepackt mit Mütze und Handschuhe starten wir auf gefrorenem Boden zu unserem nächsten Etappenziel Pangboche. Ein sehr schöner Höhenweg führt uns nach Mong 3.972. Wir rasten und ich trinke zwei Zitronentee. Viel trinken ist nach wie vor oberste Priorität. Auf dem Weiterweg nach Phortse sieht man einen weiteren Achttausender, den Cho Oyu mit 8.188 Metern der sechsthöchste Berg der Welt:


Gipfel Cho Oyu links

Mittagessen gibt es in der Namaste Lodge & Restaurant in Phortse. Die gebratenen Kartoffeln mit Käse sind sehr schmackhaft. Natürlich gibt es auch hier wieder Tee. Der Weiterweg nach Pangboche verläuft unspektakulär und kurz nach 15 Uhr erreichen wir die Shreedewa Lodge auf 3.985m. Erstmalig teile ich das Zimmer mit Ralf. Leider gibt es im Zimmer keinerlei Haken oder Ablagemöglichkeiten.

Vor dem Abendessen genießen wir einen traumhaften Sonnenuntergang. Es entsteht das Lieblingsbild meiner Tour:


Ama Dablam 6.856m



Das Abendessen wird eingeleitet mit rosa farbenen Krabbenchips - ungewöhnliche Kost auf fast 4.000 Metern. Die dünne Champignoncremesuppe hat keinen Geschmack. Anschließend gibt es Nudeln mit Tomatensoße und Käse, dazu Bratkartoffeln und kaltes Gemüse (das ich verschmäht habe). Die Nachspeise besteht aus Mangostücken in Fruchtwasser.



An diesem Abend lernen wir unserem Guide das Kartenspiel Schnauz (auch unter Schwimmen, Einunddreißig oder Dreißighalbe bekannt), das er in den nächsten Tagen mit wachsender Begeisterung spielt. Nach dem Essen kam öfters die Frage: "Schnauz Time?".

Samstag, 27.10.2012

Wieder einmal ein perfekter Morgen, der aber noch kälter als in den letzten Tagen ist. Der Atem kondensiert im Schlafraum. Das Thermometer zeigt 4 Grad. Ich lege das Thermometer für ein paar Minuten vor das Fenster und messe minus 4 Grad. In freien Lagen dürfte es noch etwas kälter sein. Es gibt kein Wasser, weder zum Waschen noch auf der Toilette. Alle Leitungen sind zugefroren. Also Katzenwäsche mit Mineralwasser, Hauptsache man kann die Zähne putzen.

Nach dem Frühstück um 8 Uhr starten wir um 8:45 Uhr in Richtung Dingboche 4.410m. Oberhalb von Syomare legen wir eine kurze Rast ein. Auf dem Weiterweg sieht man erstmalig den Pumori (Pumo Ri) 7.161m. Oberhalb von Dingboche gibt es einen herrlichen Aussichtspunkt. Ein weiterer 8000er rückt in unser Blickfeld: der Makalu mit 8.485 Metern der fünfthöchste Berg der Erde. Einen sehr schönen Blick hat man auch auf den Island Peak, ein 6.000er, der gerne in Kombination mit dieser Trekkingtour gebucht wird:





Wir steigen ab zur Snowlion Lodge, in der wir zwei Nächte verbringen. Morgen steht ein weitere Akklimatisationstag an. Trinken ist nach wie vor sehr wichtig, also zwinge ich mich zu fünf Tassen Hot Lemon. In unserem Zimmer ist die Energiesparlampe einer LED Beleuchtung gewichen, aber immerhin, es gibt Licht. Es gibt sogar einen Tisch, einen Abfalleimer und eine Hakenleiste. Nur das Oberlichtfenster lässt sich nicht schließen. Damit ist zumindest die Kaltluftzufuhr in der Nacht gesichert. Nach dem Mittagessen steige ich mit Ralf zur weiteren Höhenanpassung auf ca. 4.800 Meter. Wir beobachten einen Adler oder ist es doch ein Geier? Beim Abstieg stoßen wir auf den Nationalvogel von Nepal, den Glanzfasan.

Das Abendessen startet mit einer Gemüsesuppe, danach gibt es ein Viertel Käsepizza, zwei Kartoffeln, sowie gebratenem Reis mit Gemüse. Die Nachspeise (Schokoladenkuchen) esse ich ausnahmsweise einmal selbst. Die am Nachmittag aufgezogene Bewölkung verzuckert die Lanschaft mit ein paar Schneeflocken.

Sonntag, 28.10.2012

Die Zimmertemperatur nimmt weiter ab. Um 7 Uhr hat es nur noch 2 Grad. Also schnell raus aus dem warmen Schlafsack und rein in die Klamotten. Zum Frühstück um 7:30 Uhr trinke ich wieder reichlich heißen Tee und Kaffee. Das Wasser im Rucksack ist inzwischen zu kalt. Ich kann nur empfehlen eine Thermoskanne mitzunehmen und diese morgens mit heißem Tee füllen zu lassen.

Heute steht eine Tagestour nach Chukhung 4.730 Meter an. An einem Weiler hole ich mir eine Tasse Zitronentee und spendiere auch den beiden Guides ein heißes Getränk, das dankbar angenommen wird. Im Chukhung Resort & Restaurant machen wir Mittagspause. Ich lasse mir ein sehr schmackhaftes Gericht munden: Cheese Fried Potato (485 Rupien) und trinke 6 Tassen Zitronentee.



Auf dem Rückweg zur Lodge besuchen wir zu fünft Mama's Bakery, in der es sogar Schwarzwälder Kirschtorte gibt, trinken aber nur einen Kaffee. In der Lodge ist es kalt. Um 19:30 Uhr hat es lediglich 11 Grad und erstmalig trage ich meine Daunenjacke im Raum. Der Ofen im Gastraum, der nicht nur mit Yak Dung sondern mit jeglichen Abfällen befüllt wird, ist nicht mehr dicht und die Abgase ziehen in den Gastraum. Notgedrungen verziehen wir uns um 20:30 Uhr in das kalte Lager. Fast 10 Stunden halte ich es im Schlafsack aus - für mich eine ungewöhnlich lange Zeit. Obwohl ich heute sehr viel getrunken habe, muss ich die Nachtruhe nicht unterbrechen. Ein klares Zeichen dafür, dass der Körper viel Flüssigkeit in dieser Höhe benötigt.

Montag, 29.10.2012

Wie jeden Morgen ist das Wetter wieder genial, kein Wölkchen am Himmel und klare, traumhafte Sicht. An die 2 Grad im Zimmer habe ich mich inzwischen gewöhnt. Die Außentemperatur liegt bei -5 Grad. Auf dem herrlichen Höhenweg in Richtung Lobuche sieht man den leuchtend weißen Pumori. Diesen Blick werden wir die nächsten Tage immer wieder genießen können, ist doch unser Ziel - der Kala Patthar - dem Pumori direkt vorgelagert. In Thukla legen wir eine Trinkpause ein. Natürlich gibt es wieder heiße Zitrone.


Blick oberhalb von Thukla auf Taboche 6.542m (links) und Cholatse 6.440m (rechts)

Der Cholatse (manchmal auch unter dem Namen Jobo Lhaptshan zu finden) wird auf vielen Bildern im Internet fälschlicherweise mit Arakam Tse bezeichnet. Diesem Irrtum bin ich auch aufgesessen, als ich ein Fotobuch der Reise erstellt habe!

Nach der Pause steigen wir hoch zum Thokla Pass. Dort befinden sich die Denkmäler der verstorbenen Everest Bergsteiger:



Kurz vor 13 Uhr erreichen wir die Alpine Lodge in Lobuche auf 4.940m. Das Mittagessen besteht aus einer Nudelsuppe (Rara) und wie sollte es anders sein - heiße Zitrone. Wir zahlen wieder 500 Rupien in die Trägerkasse ein. Unser Eckzimmer befindet sich im recht neuen Anbau mit tollem Blick in die Bergwelt. Wir treffen uns um 14:45 Uhr für eine kleine Wanderung in Richtung Khumbugletscher und überschreiten dabei erstmalig die 5.000 Meter Grenze. Auch hier ist der Gletscher stark zurückgegangen und fast vollständig von Geröll bedeckt. Der Gipfel des Kala Patthar ist von hier aus nicht zu sehen, lediglich der Vorgipfel "lower Kala Patthar".

Ich fühle mich hervorragend, keine Kopfschmerzen oder sonstige Beschwerden. Die Höhenanpassung scheint zu funktionieren. Das Steigen in dieser Höhe ist aber anstrengender als einige tausend Meter weiter unten. Der niedrigere Sauerstoffgehalt der Luft lässt grüßen. Die Luft ist so klar und das Everest Base Camp so nahe, aber in Wahrheit noch viele Stunden Fußmarsch entfernt.

Die Lodge ist wesentlich besser als erwartet und recht groß. Auch hier kann man fast alles kaufen, natürlich zu etwas höheren Preisen. Immerhin muss jede Kleinigkeit hochgetragen werden. Versorgungen über Hubschrauber sind aus Kostengründen hier nicht möglich. Mehrere DAV Summit Club Teams sind in dieser Lodge untergebracht, auch die Gruppe, die wir erstmals im Flugzeug getroffen haben und die als Ziel den 6.000er Island Peak geplant haben. Auch hier nutze ich kurz einen Laptop mit Internet Zugang (20 Rupien/Minute), um eine Nachricht für zu Hause zu schreiben und die Facebook Seite zu aktualisieren.

Heute gibt es Tomatensuppe, von der ich mir einen zweiten Teller schmecken lasse. Anschließend Spaghetti, Kartoffeln, Tomatensoße und Käse. Als Nachspeise eine halbe Birne im Saft. Langsam kann ich keinen Tee oder heiße Zitrone mehr sehen und gönne mir ein großes Bier (San Miguel, 500ml, 650 Rupien = ca. 6 Euro). Ich freue mich schon auf das erste Highlight am morgigen Dienstag: das Everest Base Camp.

Dienstag, 30.10.2012

Es ist kalt. 9 Grad minus. Die ersten Teilnehmer unserer neunköpfigen Gruppe klagen über Probleme: Kopfschmerzen, Atemprobleme und Husten. Glücklicherweise gehöre ich nicht dazu und kann die Tour in vollen Zügen genießen.

Von Lobuche geht es weiter nach Gorak Shep. Diese letzte Siedlung im Khumbutal liegt laut Karte auf 5.140m, die Snowland Highest Inn Lodge auf angeblich 5.180m, so zumindest weist das Schild an der Lodge die Höhe aus.


Bildmitte Pumori, davor der braune Steinhaufen: Kala Patthar (Gipfel nicht sichtbar), unten rechts: Gorak Shep

In unserem Zimmer ist eine Fensterscheibe herausgefallen. Diese wird notdürftig mit breitem Tesaband geklebt. Die Lodge ist sehr einfach, aber immerhin befinden wir uns ja auch auf über 5.000 Metern.

Um 11:45 Uhr treffen wir uns für den Ausflug zum Everest Base Camp. Den Mount Everest mit 8.848 Metern der höchste Berg der Erde sieht man auf jedem Meter, dem wir ihm näher kommen, immer deutlicher. Zum echten Everest Base Camp "darf man nicht". Das Touristen Base Camp liegt auf 5.295m, das echte auf 5.345m. Einige Expeditionszelte stehen noch, aber viel Material kommt uns im Anstieg entgegen, auch mehrere Aluleitern, die für das Überwinden der Gletscherspalten im Khumbu Icefall benötigt werden. Der Weg in der Schuttmoräne ist nicht sehr schön. Ein ewiges auf und ab, mal auf staubigem Weg, mal über Felsblöcke. Gabi und Susanne geht es nicht gut, sie drehen um. Gisela schenkt sich den letzten Abstieg und Gegenanstieg. Dann ist es geschafft! Wir befinden uns im Everest Base Camp und genießen das tolle Wetter und die gigantische Aussicht. Über Satellitentelefon versuche ich meine Frau zu erreichen, allerdings erfolglos.





Das Wetter wird jeden Tag besser. In der ersten Woche war es zur Mittagszeit bereits bewölkt, seit gestern zeigt sich auch am Nachmittag der tief blaue Himmel. Zum Fotografieren fehlen schon fast die Wolken.

Bedingt durch die niedrigen Temperaturen gibt es kein fließendes Wasser mehr. Das Waschen reduziert sich daher auf den Einsatz von Waschtüchern und für das Zähneputzen bleibe ich bei Mineralwasser.

Gegen 19:30 Uhr beginnen die Guides der anderen Gruppen sich auf den Bänken im Gastraum für die Nacht vorzubereiten. Wir spielen trotzdem noch Schnauz. Gegen 20 Uhr werden wir "belagert" und gehen notgedrungen ins Zimmer. Das Thermometer zeigt 4 Grad.

Mittwoch, 31.10.2012

Ich schlafe gut bis 1:45 Uhr, dann habe ich ausgeschlafen - oder ist es die Vorfreude auf den Gipfel?. Gedanklich bereite ich mich schon auf den Höhepunkt der Trekkingtour vor, doch irgendwann schlafe ich wieder ein. Pünktlich um 5:30 uhr weckt uns Pasang. Das Licht funktioniert noch nicht, also Packen und Zähneputzen mit Stirnlampe. Im Zimmer hat es 3 Grad (immerhin plus), im Gastraum 2 Grad und draußen minus 13 Grad. Frühstück gibt es um 6 Uhr in der üblichen Zusammensetzung: Cornflakes, Müsli, gekochtes Ei, Toastbrot, Marmelade, Honig, Kaffee, Tee, Yak Milch.

Ralf und ich haben das ok von Pasang mit unserem zweiten Guide Rajendra mit dem Aufstieg auf den Kala Patthar 5.545m zu starten. 70 Minuten brauchen wir für die ca. 400 Höhenmetern, aber wir befinden uns ja auch auf über 5.000 Metern!

Zur Höhenangabe des Kala Patthar gibt es unterschiedliche Angaben. Meistens findet man 5.545m. Mein Höhenmesser zeigt aber 5.625m an und auch die Auswertung der GPS Daten zeigt später 5.633m. Wikipedia gibt die Höhe mit 5.675m an und mehrmalige Messungen von verschiedenen Personen ergeben 5.643m. Damit dürfte die Angabe 5.545m für den sogenannten Lower Kala Patthar gelten, während die vielen, bunten Gebetsfahnen ca. 100 Meter höher hängen.


Auf dem Gipfel des Kala Patthar. Im Hintergrund der Pumori.

Knapp eine Stunde nach Ralf und mir erreichen die anderen Teilnehmer unserer Gruppe den Gipfel. Drei mussten leider wegen gesundheitlicher Probleme ganz auf den Gipfel verzichten und sind nach dem Frühstück mit den Trägern bereits nach Lobuche abgestiegen. Die Aussicht ist einfach grandios und das wolkenlose, klare Wetter trägt zu diesem Hochgenuss bei. Ich könnte stundenlang hier sitzen bleiben. Viel zu früh treibt uns der Guide zum Abstieg.

Wenn sich die Möglichkeit bietet, solle man den Kala Patthar am Nachmittag besteigen, da die Sonne Ende Oktober hinter dem Nuptse aufgeht. Mount Everest und Nuptse sind daher nur mit Gegenlicht zu fotografieren. Dafür straht der Pumori in voller Schönheit und geleisendem Licht.


Glückliche Gipfelstürmer auf dem Kala Patthar, im Hintergrund: Mount Everest, rechts der Nuptse.


Diesen Blick auf den Mount Everest 8.848m einmal live zu erleben war das Ziel meiner Reise.


Der berühmte Südsattel. Hier wird das letzte Hochlager vor dem Gipfelanstieg auf ca. 7.900 Meter eingerichtet.

In Gorak Shep legen wir noch einmal eine Pause ein. Ich esse ein Nudelsuppe (Rara) und trinke eine Cola. Danach geht es im Abstieg noch Lobuche nochmals in die Alpine Lodge. Dieses Mal sind wir im Haupthaus untergebracht. Der Erfolg, den Kala Patthar bestiegen zu haben, beflügelt Ralf und er gibt ein Bier aus, das wir abseits der Lodge gemeinsam genießen:



An der warmen Hauswand genießen wir die Sonne bevor eine Schleierbewölkung der Sonne die Kraft raubt und wir uns in die Lodge verziehen. Ich nutze die Zeit bis zum Abendessen und tummle mich im Internet. Im Gastraum ist es mit 2 Grad wieder sehr kalt und nach dem Abendessen (Gemüsesuppe, Momos mit gebratenem Reis, Obstsalat, Pfefferminztee) treibt uns die Kälte bald in die Schlafsäcke.


Donnerstag, 1.11.2012

Ab 5 Uhr wird es laut im Haus. Die nächsten Gruppen bereiten sich auf den Kala Patthar vor. An Schlaf ist nicht mehr zu denken und alle Teilnehmer sind bereits vor der angesetzten Frühstückszeit um 7:30 Uhr fertig. Wie jeden Tag muss das Gepäck bereits fertig gepackt sein, da die Träger mit unserem Gepäck die Lodge vor uns verlassen. Es gibt das übliche Frühstück und kurz nach 8 Uhr starten wir unseren Abstieg nach Pangboche. Heute zeigt sich bereits am frühen Morgen eine Schleierbewölkung (was hatten wir gestern für Glück), die uns den ganzen Tag begleiten sollte. Es war richtig, die lange Unterhose anzuziehen, denn es bläst ein kräftiger, kalter Wind. Die Siedlung Thukla lassen wir rechts liegen und steigen weiter ab nach Pheriche. Am Ortsausgang von Pheriche stoppen wir für eine Teepause (Hotel Nagarkot & Restaurant). Ich kann bald keinen Tee mehr sehen. Den anderen Teilnehmern scheint es auch so zu ergehen. Gemeinsam leeren wir nicht einmal die Kanne und füllen den Rest in Wasserflaschen ab.

In der Juneli Lodge & Restaurant esse ich gebratene Makaroni mit Gemüse - das beste Essen während der kompletten Trekking Tour.



Weiter geht es nach Pangboche. Bevor wir zu der bereits bekannten Lodge zurückkehren, besichten wir ein über 600 Jahre altes Kloster. Wie in vielen Klöstern üblich muss man vor dem Betreten die Schuhe ausziehen. Es gibt kaum noch Mönche in diesem Kloster. Die meisten Mönche im Khumbutal befinden sich in Tengboche, das morgen auf dem Programm steht.

Die Dusche, eine kleine Gastherme in der Toilette, ist eine absolute Wohltat. Die 350 Rupien bezahle ich gerne. Nicht jeder findet Gefallen an dieser einfachen Duscheinrichtung und wartet lieber auf die Komfortdusche in Namche Bazar.

Langsam werden die Rupien knapp. Die Empfehlung des DAV Summit Club (180 bis 220 Euro für Nebenkosten) reichen definitiv nicht, auch nicht die umgetauschten 250 Euro. Morgen in Namche Bazar kann ich wieder Geld wechseln.

Mit Ralf gehe ich noch in Hermann's Cafe ein Bier trinken. Auch zum Abendessen gönne ich mir noch ein großes Bier.

Freitag, 2.11.2012

Nach der bisher besten Nacht im Schlafsack wache ich erst recht spät auf. Vielleicht liegt es daran, dass es wieder wärmer wird? Im Schlafraum hat es morgens immerhin schon wieder 4 Grad :-)

Um 7:30 Uhr gibt es das übliche Frühstück und anschließend starten wir bei leicht bewölktem Himmel in Richtung Tengboche. Im Süden zeigt sich aber bereits blauer Himmel.

Die Klosteranlage in Tengboche befindet sich im besten Zustand. Das liegt u.a. daran, dass nach einem Brand im Jahr 1989 große Teile des Klosters neu erbaut worden sind. Das Kloster besitzt den größten Tempel (Gompa genannt) in dieser Region. Wir wären gerne einmal Zeuge der rituellen Zeremonie, aber dafür muss man entweder sehr früh morgens oder abends im Tempel sein.



Zur Mittagspause sind wir wieder in der Lodge Ama Dablam View und endlich bietet die Speisenkarte andere Teesorten an. Die Variationen der letzten Tage bestanden aus Schwarztee, Pfefferminztee und Zitronentee. Jetzt gibt es verschiedene Früchtetees. Ich entscheide mich für einen Erdbeertee und esse wieder einmal eine Rara Nudelsuppe.

In Namche Bazar beziehen wir wieder Quartier in der bekannten Lodge, allerdings funktionieren im Zimmer weder die Steckdosen noch gibt es heißes Wasser in der Dusche. Dafür sind Gabi und Uwe im Nebengebäude in einem Luxuszimmer untergekommen (inklusive Heizdecken im Bett!). Es wird wieder einmal Zeit ein Lebenszeichen im Internet zu hinterlassen. Während ich im Internet surfe kann ich kostenlos meinen Akku aufladen. Auch im Gastraum besteht die Möglichkeit die Akkus kostenlos aufzuladen. Anschließend genieße ich in der German Bakery noch einmal einen Zitronenkäsekuchen mit einem Cappuccino.

Am morgigen Abschiedsabend mit den Guides und den Trägern werden auch die Trinkgelder übergeben. Basierend auf der Empfehlung des DAV Summit Clubs (am ersten Abend haben wir in Kathmandu ein Infoschreiben erhalten) einigen wir uns darauf, dass jeder Teilnehmer 50 Euro gibt bzw. den entsprechenden Gegenwert in Dollar, da einige davon ausgingen, dass man in Nepal mit Dollar besser fährt. Die Einheimischen nehmen Euros aber liebend gerne. Dollars sind auch ok, aber Rupien werden verschmäht. Ich gehe davon aus, dass die harten Währungen zu einem besseren Kurs umgetauscht werden können, als den, den wir als Touristen in den Wechselstuben und Hotels angeboten bekommen.

Das Abendessen hält eine Überraschung bereit. Nach der obligatorischen Suppe gibt es ein Yak Steak mit Kartoffelbrei und Gemüse. Die Tour neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns in einer guten Lodge. Also gehe ich das Risiko ein Fleisch zu essen. Gar nicht einmal so schlecht dieses Yak Steak! Dazu lasse ich mir ein großes und ein kleines Bier munden.



Samstag, 3.11.2012

Die Nacht war sehr warm. Um 4 Uhr habe ich ausgeschlafen und ich sehne den Wecker um 6:15 herbei. Im Zimmer hat es 13 Grad. Die Toilettenspülung funktioniert nicht, genau so wenig wie die Steckdose und die Lampe über meinem Bett. Standard Frühstück um 7 Uhr, denn es steht uns der lange Abstieg nach Lukla bevor.

Heute geht es mir nicht gut, aber wir befinden uns ja auf dem Abstieg. Mir ist übel und das Laufen fällt schwer. Bei der ersten Rast trinke ich eine Cola und es wird etwas besser. Das Mittagessen lasse ich ausfallen. Bewölkung zieht auf. Der Weg nach Lukla ist lang, die längste Strecke auf dieser Trekking Tour. Auf dem Hinweg sind wir diese Strecke in zwei Tagen gegangen.

In der South Col Lodge trinken wir erst einmal einen Pfefferminztee, da unser Gespäck noch nicht da ist. Ralf und ich beziehen unser Zimmer mit Dusche und WC. Auch hier heizt eine kleine Gastherme das Wasser auf angeblich 43 Grad. Die echte Temperatur dürfte etwas niedriger liegen, trotzdem ist die Dusche sehr angenehm, um den Staub abzuwaschen, denn Staub hat uns die 13 Trekkingtage immer begleitet.

Mit den Guides und den Trägern feiern wir Abschied. Erstmalig dürfen die Träger auch mit in den Gastraum. Sie freuen sich auf das Bier, das wir Ihnen spendieren und vor allem auf das reichhaltige Buffet, bei dem kräftig zugegriffen wird.


Unsere fünf Träger

Anschließend erhalten die Träger und die Guides ihr Trinkgeld. Susanne hatte in Namche kleine Stoffbeutel gekauft. So kann das Geld nett überreicht werden. Zusätzlich hat jeder Teilnehmer sein Gepäck überprüft und nicht mehr benötigte Ausrüstungsgegenstände herausgesucht, die wir in fünf Stapel aufgeteilt haben. Frank hält eine schöne Ansprache, die Pasang für uns übersetzt. Die Geschenke und das Geld werden den Trägern überreicht. Susanne übernimmt den Part, das Geld den beiden Guides zu überreichen.

Die Träger der zweiten in dieser Lodge untergebrachten DAV Summit Club Gruppe singen anschließend das bekannteste, nepalesische Lied: Resham Firiri. Dazu werden alle Gäste aufgefordert zu tanzen und die meisten kommen dieser Aufforderung auch nach. Damit klingt eine wunderschöne Trekkingtour bei diesen gastfreundlichen Menschen aus. Morgen geht es zurück in die quirrlige Stadt Kathmandu.

Sonntag, 4.11.2012

Weckzeit war eigentlich um 5:30 Uhr, aber die Trampeltiere der anderen Gruppe waren so laut, dass ich keinen Wecker gebraucht habe. Bereits um 5:45 Uhr ist die Tasche gepackt und ich sitze im Gastraum. Es wird langsam hell. Mir geht es immer noch nicht gut und ich verzichte auf das Frühstück. Dafür lutsche ich eine Halsschmerztablette.

Wir laufen die wenigen Meter zum Flughafen in Lukla und Pasang übernimmt die Organisation. Einen Check-In, wie man ihn von internationalen Flughäfen kennt, gibt es hier nicht. Pasang hat die Papiere, das Gepäck wird irgendwo gestapelt, dann sogar gewogen und von der Security durchsucht (kein Scanner, mit den Händen), bevor uns Pasang den Boarding Pass aushändigt. Darauf steht nur eine Zahl: 4. Die Rückfrage ergibt, dass es sich um das vierte Flugzeug handelt, das aus Kathmandu kommt. Alles sieht chaotisch aus, aber es funktioniert bestens. Kein Gepäckstück geht verloren und kommt auch in den richtigen Flieger.

Um 8:35 Uhr (war ursprünglich für ca. 7:45 Uhr vorgesehen) startet die Propeller Maschine (eine Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter mit 20 Sitzplätzen) und eine halbe Stunde später landen wir in Kathmandu. Kurz vor 10 Uhr sind wir bereits in unserem Hotel (Greenwhich Village).

 

Ich nehme erst einmal ein Vollbad. Das ist nicht ganz einfach, da der Stöpsel fehlt. Also bleibt mir nichts anderes übrig als den Abfluss mit der Ferse zu verschließen. Nicht sehr bequem, aber es funktioniert. Im Anschluss widme ich mich meinem 16 Tage alten Bartwuchs. Das kostet viel Zeit, da sich die Klinge immer wieder mit langen Barthaaren zusetzt und ich diese mühsam mit einer alten Zahnbürste reinigen muss.

Nachdem ich kultiviert bin, steige ich auf die Dachterasse des Hotels. Leider liegt eine Dunstglocke über Kathmandu und es lohnt sich nicht Fotos zu machen. Ich geselle mich zu den anderen, die im Freien sitzen und etwas essen wollen. Auch wenn es mir inzwischen besser geht, bestelle ich mir nur eine Cola.

Zu fünft (Susanne, Ralf, Gisela, Frank und ich) unternehmen wir einen Spaziergang an der Hauptstraße entlang und saugen die vielfältigen Eindrücke in uns auf. Das ständige Gehupe hört man irgendwann nicht mehr und auch beim Überqueren der Straße sind wir schon viel mutiger geworden. Wieder zurück im Hotel ist noch genügend Zeit, die ich im Internet verbringe. Zwei Internet PCs stehen kostenlos zur Verfügung, auch wenn die Hotelmappe auf dem Zimmer den Internet Zugang kostenpflichtig ausweist. Das Abendessen ist gut, aber nicht mit dem Essen im Godavari Village Ressort vergleichbar. Dafür schmeckt das Everest Bier (350 Rupien, +10% Bedienung, +13% Steuer), das ich auf das Zimmer schreiben lasse. Ich schreibe noch 5 Postkarten und werfe diese im Briefkasten des Hotels ein. Bereits um kurz nach 21 Uhr gehe ich ins Bett, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Montag, 5.11.2012

Der Wecker meldet sich um 7 Uhr. Die Erkältung hat mich richtig erwischt. Die Nase ist zu, die Bronchien sind gereizt. Ich fühle mich schlapp. Zumindest zeigt der Verdauungstrakt keine Probleme mehr. Es kann also nur aufwärts gehen. Wir haben uns für 8 Uhr zum Frühstück verabredet. Ich esse eine Kleinigkeit und trinke zwei Tassen Schwarztee. Gisela geht es nicht gut und sie nimmt nicht an der Besichtigungstour der Königsstadt Patan teil.

Ralf, Susanne und ich beschließen mit dem Taxi in das Touristenzentrum Thamel zu fahren. Das Taxi organisieren wir über das Hotel. In ca. 10 Minuten bringt uns das Taxi für 350 Rupien nach Thamel. Die Straße erkennen wir doch? Vor zwei Wochen waren wir schon einmal hier. Anhand eines Stadtplans versuchen wir uns zu orientieren. Die Shopping Tour kann beginnen. Wir sind früh dran und noch haben nicht alle Geschäfte geöffnet. Ralf und Susanne tun sich noch etwas schwer zu handeln. Auf den ersten Blick scheinen die Waren sehr günstig zu sein. Trotzdem gehört Handeln einfach dazu und die Handelsspanne ist teilweise sehr hoch. Außerdem macht das Handeln einfach Spaß!

In einem T-Shirt Laden lasse ich mir ein T-Shirt vom Kala Patthar individuell besticken. Das kostet gerade einmal 450 Rupien also umgerechnet ca. 4,20 Euro. Da es im Laden noch keinen Strom gibt (!!), wird das T-Shirt erst in ca. 3 Stunden fertig. Wir wandeln von Geschäft zu Geschäft, schauen, handeln und kaufen: Gebetsfahnen, Gewürze, Tee, Schal, Aschenbecher, Buddhas aus Metall, Panoramakarten, usw. Es macht einfach Spaß und da wir nur zu dritt sind, haben wir auch keine Probleme zusammen zu bleiben.

Nach einigen Stunden Shopping bekommen wir Hunger (zwischendurch hatten wir uns in einem Supermarkt schon etwas zu trinken gekauft). Wir steuern ein kleines Restaurant an und wollen uns setzen. Auf der Tischdecke kann man erkennen, was in den letzten Wochen gegessen worden ist, also gehen wir wieder. Wir sind schon kurz davor zurück zum Hotel zu fahren, als ich ein Schild "Espresso Variations" lese, das in eine Seitengasse zeigt. Auf der linken Seite taucht ein wunderschönes Gartenrestaurant auf, das bei ca. 26 Grad sehr einladend wirkt. Und wer sitzt am ersten Tisch? Mein Hausarzt mit Frau und Trekking Gruppe! Wir bestellen etwas zu essen (ich entscheide mich für eine chinesisches Gericht: Vegatables mit Cashew und Reis) und vor allem gönne ich mir einen Whiskey (Johnnie Walker, Red Label).


Garden Restaurant Dechenling im Stadtteil Thamel

Anschließend fahren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel. Das war schwieriger als erwartet, denn der Taxifahrer kennt das Hotel nicht. Nach einigen Minuten im Taxi, nachdem uns der Taxifahrer immer wieder nach dem Weg fragt, steigen wir aus. Wir laufen zu der uns bekannten Hauptstraße zurück. An einem Taxistand fragen wir den ersten Taxifahrer, ob er das Greenwhich Village Hotel kennt. Fehlanzeige! Auch ein zweiter und dritter Taxifahrer sind ratlos. Ich zeige ihm das Hotel auf meinem Stadtplan und er nickt - was immer das heißen mag. Er will 500 Rupien (der normale Preis beträgt 300 Rupien). Wir akzeptieren trotzdem.

Ich bringe Facebook auf den aktuellen Stand und nehme wieder ein heißes, erholsames Wannenbad. Der Schnupfen ist lästig und ich könnte geradeweg einschlafen, aber gleich gibt es Abendessen.

Dienstag, 6.11.2012

Den Wecker habe ich für 7 Uhr gestellt, aber um 6:27 Uhr habe ich ausgeschlafen. In Ruhe packe ich mein Gepäck und wiege es sicherheitshalber: DAV Summit Tasche 13,26kg und der Trolly 9,04kg. Damit unterschreite ich die zulässige Freigrenze von 23kg. Der Rucksack für das Boardgepäch wiegt nur noch 3kg.

Nach dem Frühstück fahren wir um 9:30 Uhr mit drei Taxis in die Königsstadt Patan. 300 Rupien sind für die kurze Strecke eigentlich zu viel, aber was soll's. Eigentlich kostet das Zentrum 5 Euro Eintritt, aber das wissen wir nur, da einige gestern bereits hier waren. Da wir noch früh dran sind, besichtigen wir die alten, sehr schönen Gebäude erst einmal so. Später werden wir kontrolliert und verlassen das Zentrum von Patan und schlendern durch die Randbezirke. Auch dieser Stadtteil hinterlässt wieder unglaubliche Eindrücke. Wenn nur die schlechte Luft und das Gehupe nicht wären ...


Tempelanlagen in Patan

Wir laufen zurück zum Hotel und setzen uns an den Swimmingpool im Garten. Mein Thermometer zeigt 26,6 Grad im Schatten. Da kann man es aushalten. Ich verzichte nach wie vor auf Essen und trinke wieder zwei Cola. Überpünktlich holt uns um 17 Uhr der Bus zum Flughafen ab. Im Bus ist zu wenig Platz also wandert das Gepäck auf den Bus. Am Flughafen tragen wir unser Gepäck selbst, die Träger sind einfach zu unverschämt in ihren Forderungen. Nach dem Check-In muss man eine Departure Card ausfüllen und bei der Passkontrolle abgeben. Ich gebe meine letzten Rupien aus: ein T-Shirt, zwei Sticker und ein Pack Salzstangen. Die Flüge in Kathmandu und Abu Dhabi sind pünktlich.

Mittwoch, 7.11.2012

Vor der geplante Zeit landen wir ca. 6 Uhr in Frankfurt. Auch das Gepäck ist da. Ich verabschiede mich von dieser tollen Gruppe und fahre mit dem Zug um 7:37 Uhr nach Aschaffenburg, der dort pünktlich um 8:22 Uhr ankommt. Meine Eltern holen mich ab und zu Hause bereite ich mir erst einmal einen schönen Cappuccino zu. Der schönste Urlaub meines Lebens geht zu Ende, aber die Erinnerungen und die Bilder werden mich bis an mein Lebensende begleiten.