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Korsika GR20

Ein absoluter Traum im Mittelmeer!

Wetter zu schlecht für die Alpen?
Ja, dann ab nach Korsika - wenn die lange Anreise nicht wäre. Da wir nur 10 Tage Zeit haben, entscheiden wir uns für das Flugzeug. Am gewünschten Abflugtag gibt es keine Plätze mehr im Flieger, also buchen wir für den Folgetag. Damit reduziert sich die zur Verfügung stehende Zeit auf 9 Tage. Die Planung sieht vor, mit dem Flugzeug am Vormittag anzureisen und am gleichen Tag auf die erste Hütte (Refuge d'Ortu di u Piobbu) aufzusteigen.

Perfekt war die Planung, nicht aber die Air France, die eines unserer 4 Gepäckstücke in Frankfurt stehen ließ. Darin waren leider auch die wichtigen Wanderschuhe enthalten. Kundenzufriedenheit scheint bei der Air France keine Rolle zu spielen. Als Vielflieger habe ich bisher noch nie einen so mieserablen Service erlebt. Wir werden vertröstet und verlieren dabei 2 weitere Tage. 2 Tage Zwangsaufenthalt in Calvi. Die Stadt, die Bucht, der Strand - alles ist wundervoll, aber genießen können wir es nicht.
Einmal heißt es, das Gepäckstück kommt mit dem nächsten Flieger, dann die Information, das Gepäck ist verschollen. Kriegsrat. Welche Alternativen haben wir? Den ganzen Tag herumsitzen, auf das Gepäck warten und auf die Air France schimpfen bringt nichts. Wir beschließen, neue Schuhe zu kaufen und einige, wichtige Ausrüstungsgegenstände zu ersetzen. Auf jeden Fall steigen wir am nächsten Morgen mit 2 Tagen Verspätung in die Tour ein. Die Entscheidung war richtig, denn am nächsten Morgen war das Gepäckstück immer noch nicht aufgetaucht.

Von den ursprünglich geplanten 10 Tagen stehen nur noch 7 zur Verfügung. Wir entscheiden uns deshalb dafür, die erste Etappe auszulassen und in Bonifatu zu beginnen. An dieser Stelle muß ich einfach Veronique und Michael Ofenhitzer erwähnen. Michael holte uns nicht nur vom Flughafen ab und kompensierte unsere nicht vorhandenen Französischkenntnisse bei der Gepäckermittlung, er hatte im Vorfeld auch die Gaskartuschen besorgt (Mitnahme im Flugzeug verboten) und kaltes Wasser für die erste Etappe mitgebracht. Als Geschäftsführer im Feriendorf "Zum störrischen Esel"in Calvi konnte er uns auch ein Quartier beschaffen. Veronique fuhr uns am Sonntag die 19km zum Ausgangspunkt der Wanderung und ermöglichte dadurch letztendlich noch das Gelingen der Tour.