Hüttengrat Hochwiesler 4+


Übernachtet man im Gimpelhaus ist der Einstieg zum Hüttengrat die am schnellsten zu erreichende Route. Hinter dem Gimpelhaus folgt man der Beschilderung zur Roten Flüh/Gimpel. Nach ca. 10 Minuten zweigt an einem Felsen ein kaum sichtbarer Pfad ab:


hier links abbiegen

Nach weiteren 5 Minuten stehen wir am Einstieg zum Hüttengrat. Alternativ kann man auch weiter bis zu einem Kreuz dem Weg folgen und unterhalb der Felsen zum Einstiegen queren (etwas länger).


Olaf am Einstieg

5 Seillängen mit der Schlüsselstelle am Anfang der dritten Seillänge führen auf den grasigen "Gipfel" direkt am Grat. Leider ist kurz vor uns eine Dreierseilschaft eingestiegen und wir stehen im "Stau". Das Wetter ist herrlich und wir genießen die Sonne und den warmen Felsen. Ein Pläuschchen mit der Seilschaft vor uns verkürzt die Wartezeit. Die ersten beiden Seillängen steige ich vor und übergebe dann das Material an Olaf. Am Ende der vierten Seillänge ist wenig Platz am Standplatz. Die Seilschaft vor uns baut gerade um. Sie bieten mir an zu überholen. Ich lasse daher den Stand aus und klettere bis zum letzten Standplatz (die letzten beiden Seillängen sind 20 und 25 Meter lang).


Olaf in der letzten Seillänge

Ca. 20 Meter entfernt befindet sich der erste Abseilstand. Am Grat ist ein Kletterseil befestigt, in das man sich mit der Selbstsicherung einhängen kann. Dieses Seil führt direkt zum Abseilpunkt.


Stärkung und warten, dass der Abseilring frei wird


Blick zum Gimpelhaus und Nesselwängle

Schön ist die Abseilpiste nicht, denn gerade in der ersten Abseillänge liegen viele, lose Steine. Beim Abziehen der Seile lässt es sich nicht immer vermeiden einige Steine mitzureißen. Der zweite Abseilpunkt ist mit einem großen, roten Punkt am Fels gekennzeichnet und auch der dritte Abseilstand ist dank der roten Markierung einfach zu finden. Am Einstieg angekommen ziehen wir die Seile ab und steigen zum Gimpelhaus ab. Vor der Dusche und dem Abendessen füllen wir die Flüssigkeitsspeicher erst einmal mit isotonischen Getränken auf.

Zweite Begehung Hüttengrat

Vor dem Abstieg ins Tal am Donnerstag lockt uns noch einmal der Hüttengrat. Erstens wollen wir diesen "staufrei" begehen und zweitens haben alle Alternativen viel längere Zustiege. Kurz vor 7 Uhr sitzen wir bereits beim Frühstück. Die Kletterrucksäcke sind gepackt genauso wie das restliche Gepäck, das wir wieder mit der Materialseilbahn ins Tal befördern lassen (dafür gibt es im Keller einen Gepäckraum). Bereits um 7:43 Uhr stehen wir am Einstieg und können den Hüttengrat alleine genießen. Nach einer langen Rast auf dem Gipfelgrat hören wir Seilkommandos. Für uns das Zeichen aufzubrechen. Wir seilen ab und steigen zum Gimpelhaus ab. Die schwere Kletterausrüstung packen wir noch ins Gepäck für die Materialseilbahn und mit leerem Rucksack joggen wir ins Tal.


Uli am Einstieg Hüttengrat


Olaf am Standplatz


Rast am Ausstieg kurz vor der Abseilstelle (links vom Knie führt das Seil zum Abseilring). Hinten rechts der Gimpel.