Klettersteige
 
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Tegelberg Klettersteige

Am Tegelberg gibt es drei Klettersteige: den Tegelbergsteig, den Fingersteig und den Klettersteig-Lehrpfad Gelbe Wand, der sich als Abstieg anbietet. Die Klettersteige wurden im Jahr 2011 fertiggestellt. Auf dem großen, kostenpflichtigen Parkplatz der Tegelbergbahn lässt man das Auto stehen und löst ein Tagesticket für 4 Euro. Nutzt man die Tegelbergbahn (z.B. für den Rückweg), erhält man 2 Euro zurückerstattet. Vorbei an der Sommerrodelbahn geht es steil, erst auf geteertem Weg, später auf einem Waldpfad zum Einstieg des Klettersteig Lehrpfades Gelbe Wand (Schwierigkeitsstufe A). Laut Topo benötigt man bis zum Einstieg 1 1/4 Stunden. Wer über entsprechende Erfahrung verfügt, benötigt für die ersten versicherten Stellen noch keinen Klettergurt und Klettersteigset - der Helm ist aber immer zu empfehlen. Nachdem die ersten Kletterstellen gemeistert sind, gelangt man zum Einstieg des Tegelbergsteiges (Schwierigkeitsstufe C):



Der Tegelbergsteig befindet sich auf der Nordseite des Tegelberges. Nach Regenfällen kann ich diesen Klettersteig nicht empfehlen. Immer wieder ist der Fels von Gras und Erde unterbrochen. Die nasse Erde heftet sich an die Schuhsohlen und reduziert die Reibung erheblich. An den Übergängen von der Erde zum Fels ist der Fels inzwischen stark verunreinigt. Guten Halt haben die Schuhe dann nicht. Teilweise sind die Felsen auch nass. Bei trockenen Bedingungen macht die Begehung bestimmt wesentlich mehr Spaß.

Der Klettersteig ist sehr gut mit Hinweisschildern versehen. Lobenswert sind auch die entsprechenden Nummern am Fels, die im Falle eines Notrufes den Einsatzkräften die Feststellung der Position erleichtern. Die Versicherungen sind hervorragend - bis auf eine Stelle direkt am Felsenfenster. Für mich unverständlich warum an dieser nicht ganz einfachen Stelle das Stahlseil nicht um einen Meter verlängert worden ist (die sinnvolle Verlängerung mit roten Punkten markiert):



Der Ausstieg führt teilweise über Holzleitern wieder etwas bergab und mündet auf den Klettersteig-Lehrpfad.



Im weiteren Aufstieg geht es an der Abzweigung nach links (rechts geht es zur Marienbrücke und Schloß Neuschwanstein) und in wenigen Minuten gelangt man den Sattel. Vom Sattel steigt man Richtung Rohrkopfhütte/Fingersteig ab (beschildert). In der Senke (auch "Grüble" genannt) - vor dem Gegenanstieg - zweigt man nach links auf die Skipiste ab. An dieser Stelle ist der Weg zum Fingersteig NICHT beschildert. Markant ist auf der linken Seite eine alte Hütte.


Hier links auf die Skipiste absteigen.


Die alte Holzhütte

Schon nach wenigen Metern zeigen zwei Schilder den Weg zum Einstieg.



Immer wieder hat man einen herrlichen Blick auf den Forggensee mit Schwangau und rechts dem Bannwaldsee:



Der Fingersteig (Schwierigkeitsstufe D) erhielt seinen Namen von dieser markanten Felsformation, allerdings führt der Klettersteig nicht über den Gipfel. Der Weg führt vom Aufnahmepunkt des Bildes nach rechts auf die Nordseite zum tiefsten Punkt. Steil und kraftraubend geht es fast senkrecht hoch, um dann hinter der Felsnadel querend den Sattel (roter Punkt) zu erreichen.



Über einen Pfad, der bei Nässe etwas heikel sein kann, steigt man zur Täfelewand. Dort befindet sich auch das Wandbuch. Die Täfelewand sollte nicht unterschätzt werden - immerhin handelt sich um einen Klettersteig der Schwierigkeitsstufe D. Einige Passagen kosten viel Kraft, nicht nur beim Hochziehen am Seil, sondern auch beim Umhängen der Karabiner. Weniger Geübten empfehle ich eine in das Klettersteigset eingebundene Bandschlinge und einen Schraubkarabiner, um bei Bedarf ausruhen zu können. Empfehlenswert ist diese zusätzliche Sicherung auf jeden Fall für Fotografen: Schraubkarabiner in das Seil hängen (und natürlich zuschrauben), nach hinten aus der Wand lehnen und herrliche Bilder schießen.

Der Klettersteig endet auf dem Täfelegipfel. Eine Holzbalken lädt zu einer Rast ein, in der man die Klettersteigausrüstung auch wieder im Rucksack verstauen kann. Ein kurzer Abstieg endet am Sattel. Von hier kann man direkt ins Tal absteigen oder in wenigen Minuten das Tegelberghaus erreichen. Ich entscheide mich für die zweite Variante und genieße den Blick vom Tegelberghaus, der leider etwas durch inzwischen aufgezogene Bewölkung getrübt ist. Nach einer Erfrischung steige ich im flotten Schritt über den Klettersteig Lehrpfad zur Talstation ab. Alternativ bietet sich die Seilbahn an.

Gehzeiten

UhrzeitBeschreibungGehzeit
Montag, 16. Juni 2014
8:30Talstation Tegelbergbahn 
8:40Bergstation Sommerrodelbahn0° 10'
9:30Einstieg Tegelbergsteig (Leiter), bis 8:351° 00'
10:50Sattel2° 15'
11:05Einstieg Fingersteig2° 30'
11:49Täfelegipfel, weiter um 11:553° 14'
11:56Sattel3° 15'
12:06Tegelberghaus, Pause bis 12:283° 25'
12:32Sattel3° 29'
13:35Talstation Tegelbergbahn4° 32'