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Hindelanger Klettersteig 2018

Zum vierten Mal nehme ich den Hindelanger Klettersteig in Angriff. Für den geplanten Tag der Begehung sind Regen und Gewitter vorhergesagt, keine guten Voraussetzungen für den langen, am Grat entlang laufenden Klettersteig. Der Folgetag soll wieder trocken sein. Also Alternative: mit dem Auto über Sonthofen nach Hinterstein und Aufstieg zur Schwarzenberghütte (Übernachtung). Erstaunlicherweise finden sich nur fünf Übernachtungsgäste ein.



Am nächsten Tag Aufstieg über Engeratsgundsee (1.878m) zum Edmund-Probst-Haus (1.927m), direkt an der Nebelhornbahn gelegen. In der Nacht kommt dann der angekündigte Regen. Leider gibt es im Edmund-Probst-Haus erst ab 7:30 Uhr Frühstück. Das ist mir zu spät und ich entscheide ohne Frühstück zu starten. Um 6 Uhr klingelt der Wecker und die letzten Regentropfen läuten den Tag ein. Um 6:30 Uhr starte ich bei sehr dichtem Nebel Richtung Nebelhorn Gipfel. Zum Glück kenne ich den Weg von früheren Begehungen.

Nebel, Wind, sehr kühl - keine idealen Voraussetzungen für den Hindelanger Klettersteig. Dafür bin ich alleine unterwegs. Keine Staus an schwierigen Stellen und ins Schwitzen komme ich auch nicht. Leider hält sich der Nebel hartnäckig. Ganz selten habe ich das Gefühl es könnte aufreißen. Selbst am Gipfel des Großen Daumens stecke ich noch in der Nebelsuppe fest. Also geht es ohne Pause weiter. Ursprünglich hatte ich geplant bis zum Breitenberg weiterzugehen und dann abzusteigen. Bei diesen Wetterbedingungen macht das keinen Spaß und ich nehme die erste Abstiegsmöglichkeit zwischen Großer und Kleiner Daumen. Gut 1.400 Abstiegsmeter müssen überwunden werden, um über die obere, mittlere und untere Haseneck Alm in das Retterschwangtal abzusteigen. Der gewählte Weg besitzt den Vorteil direkt am Langzeitparkplatz von Hinterstein herauszukommen.

Hinweise:

  • Das Mehrbettzimmer in der Schwarzenberghütte kostet 12 Euro (Matratzenlager 9 Euro). Ich entscheide mich für die Variante Halbpension (Mehrbettzimmer, Abendessen und Frühstück für 28 Euro)
  • Lagerplatz im Edmund-Probst-Haus 11 Euro
  • Im Edmund-Probst-Haus werden Lagerplätze erst ab 15 Uhr zugewiesen. Das ist sehr ärgerlich wenn man verschwitzt gegen 12 Uhr ankommt, in der Hütte nichts los ist und trotzdem auf 15 Uhr verwiesen wird. Um kurz vor 15 Uhr erbarmt sich der Hüttenwirt, knöpft mir 11 Euro ab und schreibt #7 auf den Beleg. Das war's. Keine zeitaufwändige vor Ort Einweisung. Das wäre auch um 12 Uhr schon möglich gewesen.
  • Frühstücksbüffet Edmund-Probst-Haus um 7:30 Uhr
  • Thermofrühstück scheitert an den Räumlichkeiten. Ich hätte Getränke und Essen abends mit ins Lager nehmen müssen. Um 6 Uhr hätte ich mir im Lager beim Frühstück sicherlich keine Freunde gemacht.
  • Der Abstieg zwischen Großer und Kleiner Daumen ist nicht angenehm zu gehen. Viel Geröll. Teilweise versichert.
  • Parken in Hinterstein ist - wie leider inzwischen in vielen Allgäuer Orten - wenig Wanderer freundlich. Der Parkplatz in Hinterstein ist nur den Tagesgästen vorbehalten. Wer länger bleiben möchte, muss ein Stück außerhalb parken. Der größte Nachteil: der Mehrtageswanderer muss sofort wissen, wie viele Tage er unterwegs sein möchte und dann den Automaten mitr 4 Euro pro 24 Stunden füttern. Natürlich nehmen die Automaten keine Scheine und akzeptieren keine Karten. Spontan eine Mehrtagestour verlängern? Dann kommt bei einer Kontrolle noch ein Strafzettel hinzu. Mehrtagestour wegen schlechtem Wetter abgebrochen, aber bereits komplett bezahlt? Die Gemeinde freut sich.
  • Bus vom Langzeitparkplatz nach Hinterstein: 1,60 Euro - und sehr häufig fährt der Bus nicht.
  • Bus von Hinterstein zum Giebelhaus 4,60 Euro, bis zum Aufstieg Schwarzenberghütte 4,20 Euro.